EFSLI 2025 – Poster

#efsliconference2025

Von allen Postern kann ich leider nicht berichten, hier sind einige ausgewählte.

Azaria Francis und Helen Fuller. Über die Kluft: Ich bin ich aber wer sind wir?

Hallo, ich bin Helen – Ich bin Azaria und das ist unser Poster.

In diesem Poster geht es um die Reflexion kultureller Mediation in Dolmetschsettings mit Hilfe des Interpreting Power and Privilege Wheels (mitte). Wenn wir uns die eigene Verortung in diesem Rad in Bezug auf die Menschen, mit denen wir in den unterschiedlichen Settings zusammen arbeiten stets vergegenwärtigen, hilft uns das, unsere Beziehung im Machtgefälle der aktuellen Situation zu beurteilen und dabei die Mehrdimensionaliät und Dynamik unserer Identitäten zu Nutze zu machen, um aus den Identitäten, die in diesem Moment beziehungsförderlich sind, die Motivation für unsere Verhalten zu schöpfen.

Hier ist der Link zu einer Umfrage der beiden Autor:innen auf Englisch.

Helen Shingler. Die unerkannte kulturelle Kluft bezüglich Neurodiversität

Hallo, ich bin Helen. Tut mir leid, das hiesige Fingeralphabet fällt mir noch schwer. Hier geht es darum, wie wir als Dolmetschende den Bedarfen neurodiverser Kund:innen gerecht werden können.
Hier ist ein Link zur IS-Version.

Helen Shingler hat ein weiteres Poster im Angebot: Multitasking und immer Lächeln: Dein Deaf Heart behalten, während du gleichzeitig allerlei Herausforderungen beim Onlinedolmetschen jonglierst.

Shingler betont die Multitasking-Anforderungen bezüglich Onlinedolmetschen:

  • Interprersonal: Anrufer:innen, die mit der Anrufetikette nicht vertraut sind
  • Intrapersonal: Gibt es ein geteiltes Verständnis?
  • Paralinguistisch: Es ist wahrscheinlicher beim Onlinedolmetschen, dass überregionale Sprachnutzer:innen beteiligt sind und den Dolmetschenden unbekanntes Vokabular nutzen.
  • Umgebungsbedingt: Teilnehmer:innen können sich gegenseitig nicht sehen.

Dabei gibt es unterschiedliche kulturelle Prioritäten bei beiden Seiten, denn Taube Werte (nach Carol Lazorisak) sind: 1. Einstellung der Dolmetschenden, 2. Deren Fähigkeigen, 3. Deren Wissen. Dagegen sind die Prioritäten bei Hörenden wie folgt: 1. Wissen der Dolmetschenden, 2. Deren Fähigkeiten, 3. Deren Einstellung.

Für hörende GSD bedeutet das, dass ohne klare Strategien ethische Entscheidungen im Stress ad hoc getroffen werden, während der Anruf im Gange ist und das wiederum eine Tendenz zur Voreingenommenheit für die hörende Kultur zur Folge haben kann. Daher, so Shingler, sollten Dolmetschende sich eine Palette an Werkzeugen zulegen, die sie dazu befähigt, aktiv das gegenseitige Verständnis zu fördern, so wie im Poster von Mark Berry und Marlee Dyce dargelegt.

Und hier ist der Link zur IS-Version.

Mark Berry und Marlee Dyce. Was meinst du eigentlich? Sprachliche und kulturelle Feinheiten in anspruchsvollen Ferndolmetscheinsätzen meistern

Hallo, ich bin Mark. – Und ich bin Marlee. – Wir arbeiten bei Sorenson Communications. Hier beschäftigen wir uns mit der Herausforderung im Onlinedolmetschen, das Gehörte eben nicht wortgetreu in die Zielsprache zu übertragen, sondern das Gemeinte mitsamt feiner Bedeutungsnuancen zu erfassen und zielsprachlich zu formulieren. – Ja genau. Voraussetzung dafür ist es, sich vom Quelltext loszulösen. – Und durch die gewonnene Freiheit, die kulturelle Anpassung der Formulierung in der Zielsprache zu leisten.
Auf dem Poster ist ein Link zu einer Demo und einer IS-Präsentation

Zum Ohrenwohl!

Ich bin von den neuen Einstellungsmöglichkeiten der neuen AirPodsPro2 für die Zwecke unserer Arbeit und zum Schutz unserer Hörgesundheit sehr begeistert. 

Oft sind wir in Situationen konfrontiert mit sehr lauten Geräuschen, zum Beispiel Applaus oder wir werden direkt neben Lautsprecher platziert, wobei wir nicht einfach Ohrenstöpsel nehmen können, denn wir müssen viel leisere Äußerungen gut verstehen und dolmetschen. Ohne Hörhilfe müsste ich trotz Lärmbelastung durchgehend mein Gehör auf die leisen Äußerungen anpassen, das heisst Kopfschmerzen, mindestens. Nun benutze ich die neuen AirPodsPro2. Die kann man quasi als einstellbare Ohrenstöpsel verwenden. Ich kann sie so einstellen, dass sie die lauten Geräusche leiser machen und die leisen nicht einschränken. Mit der direkten Bedienung an einem der Pods kann ich die verschiedenen Modi auch direkt wechseln, so dass ich sofort auf veränderte Anforderungen reagieren kann.

Aufsatz über Blickarbeit

Maartje de Meulder und Christopher Stone haben gerade einen Aufsatz über die Unsichtbar gemachte Gaze Work, also “Blickarbeit” gebärdensprachlicher Rezipient:innen von Dolmetschdienstleistungen veröffentlicht mit der provokativen Frage im Titel: Finally Free from the Interpreter’s Gaze? (Endlich frei vom Dolmetscherblick?). 

De Meulder, Maartje and Stone, Christopher (2024) „Finally Free from the Interpreter’s Gaze? Uncovering the Hidden Labor of Gaze Work for Deaf Consumers of Interpreter Services,“ International Journal of Interpreter Education: Vol. 15: Iss. 1, Article 8.

Was ist Blickarbeit?

Mit Blickarbeit verstehen die Autor:innen Maartje de Meulder und Christopher Stone die visuelle Aufmerksamkeitsökonomie, die diskursiv erst seit der massiven Nutzung von Dolmetschdienstleistungen via Onlineplattformen Anerkennung findet. Der normalisierte Aufwand der gebärdensprachlichen Rezipient:innen in Präsenzsettings besteht in der Erwartung, dass die Dolmetschenden von ihnen stets visuell fokussiert werden, von ihnen ein Feedback bekommen darüber, ob sie ihre Aufmerksamkeit haben und verstanden werden (bachkchanneling). Diese Arbeitsleistung wird erst jetzt in der veränderten Blickökonomie am Bildschirm deutlich, wenn der Blickkontakt aufgrund technischer Gegebenheiten nicht eingefordert werden kann. Die Autor:innen empfinden die Entbindung von dieser Erwartung als befreiend. Um diese blickökonomische Forderung, die also bis dato überhaupt kein Thema war und welcher ganz selbstverständlich, als völlig normal erklärt, von Seiten der Rezipient:innen folge geleistet wurde, geht es den beiden Autor:innen. Sie fragen nach dem Ursprung und der Motivation für diese nun entlarvte, benachteiligende Normalisierung. Die Autor:innen schreiben aus ihrer eigenen Erfahrung in akademischen Settings (einschliesslich ihrer Peergroup)  und überlassen uns Leser:innen, diese Erkenntnisse auch auf andere Settings zu übertragen. Dabei soll bedacht werden: Dolmetschen in einem akademischen Setting unterscheidet sich unter anderem darin, dass die Rezipient:innen in der Regel sowohl ein höheres Bildungsniveau haben als in anderen Settings, als auch viel mehr Erfahrung im Umgang mit Dolmetscher:innen.

Die Ideologie dahinter

Die Autor:innen vermuten, dass der Ursprung dieser Normalisierung auf der Annahme beruht, dass Dolmetschung der Teilhabe von gebärdensprachlichen Menschen dient. Diese Ideologie impliziert, dass diese ohne Dolmetscher:innen nicht teilhaben können. Daher nehmen letztere an, dass jegliche Information, die ihre Kund:innen zugute kommt, lediglich von ihnen kommen kann. Diese Grundannahmen werden schon in Dolmetschausbildungen gelehrt. Die Autor:innen schreiben, dass diese Haltung die Kompetenz ihrer Rezipient:innen, multimodal Information wahrzunehmen, völlig unterschätzt.

Es geht den beiden um die Erwartungshaltung, mit der Dolmetschende und ihre Kund:innen unter Leistungsdruck gesetzt werden: Dolmetschende müssen möglichst alle Informationen liefern und die Kund:innen müssen alles Verstehen und dies den Dolmetschenden stets rückmelden. Das belastet beide Seiten. Die Last für die Dolmetschenden wird in dem Aufsatz indirekt deutlich in der anekdotischen Erwähnung bestimmter typischer aufmerksamkeitsstrategischer Verhaltensweisen, um zu vermeiden, dass die Kundschaft Fragen stellt, die womöglich offenbaren, dass diese Teile des Vortrags nicht verstanden oder nicht mitbekommen haben und dies dann möglicherweise Rückschlüsse auf die Unfähigkeit der dolmetschenden Person zulässt, was schambehaftet wäre. Würden sie dann überhaupt nochmal bestellt werden? 

Die Benachteiligung

In dem Aufsatz geht es aber vorwiegend um die kognitive Beslastung tauber Rezipient:innen der Dolmetschleistung im Kontext der Privilegien hörender, mit der Mehrheitsgesellschaft identifizierter Menschen. Wer ist in der privilegierten Position, welchen Blick einzufordern?

Blickökonomische Freiheit

Als Dolmetschende während der Corona-Pandemie zunehmend damit konfrontiert waren, ohne backchanneling, also ins Leere, zu arbeiten, fiel vielen das schwer. Manche haben verlangt, die Kund:innen online zu sehen, obwohl hörende Teilnehmende ihre Kamera aus haben konnten. Die Autori:nnen sehen darin eine Verlagerung des kognitiven Leistungsdrucks von den Empfänger:innen der Dolmetschdienstleistung auf die Dolmetschenden. Sie weisen darauf hin, dass diese Art, ohne Backchanneling zum arbeiten, möglicherweise Konferenzdolmetschen von Communitydolmetschen in gebärdeten Arbeitssprachen unterscheiden könnte. Sie fordern, dass in Ausbildungen die visuelle Aufmeksamkeitsökonomie thematisiert und für eine Bandbreite von Rezipient:innen sensibilisiert wird. Einerseits wird die kognitive Belastung für gebärdensprachliche Rezipient:innen  angesichts der vielen simultanen visuellen Reize thematisiert, wenn sie zusätzlich zur Selbstpräsentation der Vortragenden und ihrem visuellen Input, z. B. Power-Point Präsentation, ungleich dem hörenden Publikum auch noch die Dolmetschenden verfolgen müssen und womöglich zusätzlich dazu Livetext bekommen. Andererseits wird gefordert, in die kognitiven und blickökonomischen Strategien der Rezipient:innen zu Vertrauen, die dafür Strategien entwickelt haben – denn Gebärdensprachnutzende haben ein viel weiteres Gesichtsfeld als andere. 

Fazit

In klaren Worten entlarvt der Artikel also die ideologische Annahme, dass Dolmetschende stets die wichtigste und einzige Informationsquelle für taube Nutzer:innen ihrer Diensleistung sein sollen. Es gibt viele Gründe, warum Kund:innen ihren Blick wandern lassen möchten und oder ihre eigene Kamera abgeschaltet lassen möchten, und das gilt es zu respektieren und Strategien zu finden, um in dieser wohl ungewohnten Situation die Kund:innenen zufriedenzustellen. 

Mein Kommentar

Meiner Überzeugung nach ist diskriminierende Praxis für alle beteiligten belastend, sogar für diejenigen, die offensichtlich daraus Nutzen ziehen. Dieser Nutzen kommt zu einem Preis, und wir sollten uns fragen, ob wir den wirklich zahlen wollen. Der Leistungsdruck, die einzige Informationsquelle zu sein, belastet auch uns Dolmetschende. Denn es ist ein unmöglicher Anspruch, sicherzustellen, dass alles gesagte auch richtig verstanden wird – wie soll denn das gehen? Unmöglich zu erfüllende Ansprüche kenne ich aus meinem Leben als weiblich gelesene Person und als türkische Bildungsinländer:in zur Genüge. Sie sorgen dafür, dass wir uns an unausgesprochenen, unerreichbaren und widersprüchlichen Standards messen, ausbrennen und stets versagen. Dieser Leistungsdruck, in alleiniger Verantwortung die Barierefreiheit herzustellen, in einer audistischen Gesamtgesellschaft kann auch als Übertragung der gesellschaftlichen Verantwortung, selbst zur Barrierearmut beizutragen, verstanden werden – nach dem Motto: Dolmetscher da, erledigt. Dabei haben wir doch schon ein tragfähiges Dolmetschmodell, welches geteilte kommunikative Verantwortung in stets ko-konstruierten Interaktionen reflektiert, nämlich Role-Space. Von dieser Theorie zur Praxis ist es für jede:n für uns relevant, uns mit den, in diesem Artikel gestellten Fragen auseinanderzusetzen. Wie geht es euch damit, “ins Leere” zu dolmetschen? Gibt es Dinge, die dabei anstrengender sind, oder auch leichter fallen? 

27. 5. 21: Fortbildung „Grundlagen des Ferndolmetschens“ für GSD

Mein kurzes Seminar gehostet von der Beliner Initative richtet sich an praktizierende GebärdensprachdolmetscherInnen, die sich, im Zuge der Corona-Pandemie, darauf einrichten möchten, Dolmetschaufträge via Onlineplattformen durchzuführen. Vermittelt werden Grundlagen für technische Voraussetzungen, Ausstattung des Homestudios, spezielle Dolmetschtechniken, Zusammenarbeit mit KollegInnen, Auftragsannahme, Vorbereitung und Nachbereitung, Angebotsgestaltung und Rechnungstellung, Fitness und Self-Care. Plattform ist Zoom. Das Seminar ist in deutscher Lautsprache, nach Vereinbarung in DGS oder auch für Dolmetschvermittlungen (Anfragen bitte unten im Kommentarfeld). Der nächste Termin ist am 27. Mai 21, 18-20 Uhr. Teilnahmegebühr beträgt 30,00 €, Anmeldung hier

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Empfehlung: Fortbildung über Verwertungsrechte

Man braucht nur aufs Knöpfchen zu drücken, schon wird die Onlinekonferenz aufgenommen, mitsamt Dolmetscher:innen. Aufgrund der visuellen Modalität unserer Arbeitssprache/n müssen wir mit unserem Gesicht durchgehend gut sichtbar und nicht nur hörbar sein, wie unsere Kolleg:innen, die mit Lautsprachen arbeiten. Daher betrifft es uns um so mehr, wenn neben unserem Ton auch unser Bild aufgezeichnet, gespeichert und wieder abrufbar im World Wide Web zur Verfügung gestellt wird.Unsere Kund:innen profitieren durch die große Reichweite der sozialen Medien vielfach von unserer Arbeit. Gleichzeitig setzt uns diese Reichweite dem großen Risiko aus, dass unser Bild aus dem ursprünglichen Kontext genommen kursiert, wobei wir so gut wie keine Kontrolle darüber haben. Im Gegensatz zu einer Übersetzung, die wohl überlegt angefertigt wird und Zeit zum Reifen hat, wird eine Dolmetschung ad hoc erstellt, abgestimmt auf den einmaligen Kontext der aktuellen Situation. Wir als Urheber:innen des Translats müssen uns nun damit auseinandersetzen, auf welcher Grundlage und in welcher Weise wir die Rechte für die Nutzung des Translats mitsamt unseres Bildes im Spannungsfeld unserer vielfältigen Einsätze zwischen Wohlfahrtsstaat und Neokapitalismus in Rechnung stellen.Grundlagen dafür bietet die ganztägige Fortbildung von Ignacio Hermo, der sowohl als freiberuflicher Konferenzdolmetscher und Übersetzer, als auch Synchronsprecher tätig ist. Nach meiner Teilnahme an seinem Seminar bin ich viel Sicherer im Umgang mit den kniffeligen Aspekten im Umgang mit Verwertungsrechten geworden. Die Plätze im Seminar sind aus gutem Grund begrenzt, auch wenn sie online stattfinden. Daher sind sie schnell ausgebucht. Auf Ignacio Hermos Webseite findet ihr sein Angebot und könnt ihn für weitere Termine anfragen.

Profesyonel arkaplan

Ev stüdyosundan online hizmet veren herkesin profesyonel bir arkaplanı olmalı. Peki hangisi? Tercümenizin en iyi şekilde anlaşılabilmesi için en talepkar ihtiyaçları göz önüne alıyoruz.

Arkaplan – ten – giysi renkleri tablosu © Oya Ataman

Alman Federal İşitme ve Görme Engelliler Çalışma Grubu (BAT) tarafından yayınlanan tavsiyede koyu mavi, koyu gri ve siyah renkler tercih ediliyor. Diğer taraftan, bu tavsiye yalnızca açık tenli kişiler için geçerli. Genellikle arkaplan renkleriyle biraz oynayarak en uygun görüntüyü elde etmek mümkün. Size gösterdiğim renk tablosunda, açık tenliler için BAT tarafından önerilen renklerin RGB değerleri orta sütunda yer alıyor. Kamera otomatik pozlamayı genellikle arkaplan rengine göre yaptığı için açık tenli insanların yüzleri siyah fonda hemen her zaman aşırı parlak çıkıyor. Koyu ten açık renk fonlarla iyi bir kontrast oluşturmakta. Tabloda görebileceğiniz gibi giysi seçiminde de aynı kural geçerli fakat kıyafetinizdeki rengin ten renginizden farklı olması, işaretlerinizin daha rahat anlaşılabilmesi açısından önemli. Baş örtüsü, şapka gibi başınıza giyilen aksesuarlarının da tek renk olması ve hem teninizle, hem de arkaplan ile belirgin bir karşıtlığa sahip olması gerekli.

Kırmızı-yeşil gibi tamamlayıcı renkleri kullanmaktan kaçınmak gerekir. Yeşil ekran rengi fazla parlaktır ve sanal arkaplanlar bizim hareket hızımıza uyum sağlayamaz. Mekanda arka duvarınızı ve oturduğunuz koltuğu tercih ettiğiniz bir renge boyamak isterseniz birçok seçeneğiniz var. Aşağıdaki tavsiyeler İngiltere’nin tanınmış Farrow and Ball markasının renkleri. Türkiye’de de istediğiniz renkleri elde edecek şekilde karıştırma imkanı sunan markalar ve yerler var. Önemli olan, kullanacağınız ışık altında nasıl göründüğünü anlamak için öncelikle duvarın ufak bir kısmını boyayarak denemek. Farrow and Ball firması bunun için ufak numune boyalar satıyor.

Koyu Gri: Off-Black – Orta Gri: Plummett – Açık Gri: Lamp Room Gray Koyu Mavi: Scotch Blue – Orta Mavi: Pitch Blue – Açık Mavi: Skylight Koyu Yeşil: W55 Duck Green – Orta Yeşil: Treron – Açık Yeşil: French Grey

İsterseniz duvarınıza renkli kağıtlar ya da yeterli büyüklükte ütülü (katlama yeri belli olmayan) bir kalın battaniye de asabilirsiniz.  Taşınabilir alternatiflerden biri, “roll-up” denilen rulo yapılabilen fon perdeleri (135×200 standart ölçü).

Diğer tip katlanabilir arkaplanları kolayca duvara asabilir veya genel amaçlı bir tripod yardımıyla kullanabilirsiniz. Önemli nokta, standınız için yeterli yükseklikte olması. Ben 1.5 x 2 metre boyutunda bir orta mavi-orta gri katlanabilir fon kullanıyorum ve bunu farklı işler için tripod ile birlikte yanımda taşıdığım da oluyor.

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Ev stüdyosunun kurulumu

Profesyonel bir ev stüdyosu tasarımını burada görebilirsiniz. İster ayakta, ister oturarak, ister tek başıma, ister meslektaşımla çalışabiliyorum. Fotoğrafta çalışma masamı görüyorsunuz. Toplam 3 ekran, bir tablet, ve bir akıllı telefon kullanıyorum. İki masaüstü bilgisayar Ethernet üzerinden bir ağ paylaşıyor; ayrıca ekranlarımdan birini de paylaşıyorum. Tüm hassas dosyalar, güvenlik nedenleri ile artık harici disklerde saklanıyor. Hem ayakta, hem de oturarak çalışabilmek için masanızın yeterli yükseklikte olması ve açısının ayarlanabilir olması gerekli. Klavye, harici mikrofon, fare ve varsa ışıklandırmanızın uzaktan kumandası her an elinizin altında olmalı. Ben taşınabilir bir sehpa kullandım. Harici kameranın, göz hizanız ve en sık baktığınız görüntü arasında, sabit bir tripod üzerinde durması çok önemli. Böylece gözünüzün kameraya mümkün olduğunca yakın olmasını sağlarsınız. Zamanla gözünüzü kameranın arkasına odaklamaya alışıyorsunuz. Zoom toplantıları, görüşmedeki kişilerin ekranlarını olabildiğince geniş görebilmeniz için iki ekrana genişletiliyor. Bu alan istenirse isim listesi, gündem veya sohbet geçmişi gibi diğer bilgileri barındıracak şekilde de kullanılabilir. Burada tablet bağlanmış halde değil; onu genellikle uzun monologlarda, metin önceden verilmiş ise teleprompter (otokö, telesuflör) olarak kullanıyorum. Teleprompter hızı da yine elinizin altındaki bir uzaktan kumanda ile ayarlanabilir. Diğer ekranda, başka bir platform üzerinden meslektaşımla bağlantı halindeyim. Sesin yankılanmaması için ya mikrofon kapalı oluyor ya da bir kulağıma (ses düşükse ikisine) kulaklık takıyorum. Sesin her iki kulak tarafından duyulmasının, bilginin beyin tarafından işlenmesini kolaylaştırdığı söyleniyor. Tabii ki hem meslektaşımı hem de konuşmacıları iyi duyabilmem için konferansın hoparlörden gelen sesi de yeteri kadar yüksek olmalı. Birlikte çalışırken diğer platformları kullandığınız zamanlarda veri güvenliğine dikkat etmelisiniz! Threema veya Signal gibi şifrelenmiş sohbet sağlayıcılar burada işinize yarıyor. Ayakta çalışırken ergonomik olması açısından bir ayakta durma aleti (dik durma yardımcısı) kullanıyorum.

Sizin profesyonel ev ofisiniz nasıl? Ayakta mı, oturarak çalışmayı mı tercih ediyorsunuz?

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Stüdyom için hangi kamera uygun?

Bilgisayarlarla gelen dahili kameralar internet üzerinden profesyonel tercümanlık yapmanız için gerekli ayar esnekliğine sahip değil. Benim şu anki tavsiyem Logitech C930e modeli. İsterseniz benzer özelliklere sahip diğer kameraları da kullanabilrsiniz, fakat panaromik görüntü sunanları tercih etmeyin. 90 dereceye kadar kamera açısı olanlar uygundur. Hatta yakalama kartı üzerinden bilgisayarınıza bağladığınız bir video kamerayı da kullanabilirsiniz. Akıllı telefonunuzu harici bir kamera olarak bilgisayarınıza bağlayıp kontrol etmenizi sağlayan uygulamalar da revaçta. Örneğin Reincubate firmasının Camo uygulaması iPhone için kullanabileceğiniz uygulamalardan biri. Nasıl çalıştığını görmek için Techforword kanalının YouTube videosunda izleyebilirsiniz. Bu yazıda kendi kullandığım, Mac ve PC uyumlu Logitech C930e Business modeli üzerinden önemli noktaları göstereceğim. 

Kamera, sağlam bir gizlilik kapagı ile birlikte geliyor. Bazı platformlarda, tercümanlar değişirken kamera işlevini açık tutmak daha avantajlı çünkü platform üzerinde görüntüler kayabiliyor ve tekrar tercümanı seçmek için uğraşıyorsunuz. Kamerayı açık tutup sadece kapağı kapatırsanız görüntünün sabit kalmasını sağlayabilirsiniz. Kameranın klipsi, ekranın üst kısmında sağlam bir şekilde durmasına olanak tanırken açısını kontrol etmenizi de kolaylaştırıyor. Cihaz ayrıca standart tripodlarla da uyumlu. USB portu üzerinden bağlanıyor ve iyi bir dahili mikrofona. Fakat en iyi özelliği, birlikte gelen Camera Settings  yazılımının sunduğu ayarlar. Görüntü hızı genellikle doğrudan platform üzerinden ayarlanabiliyor. Logitech firması birçok yazılım sunuyor. Kameranız için sadece “Camera Settings” adlı yazılımı kullanın. Aşağıdaki fotoğrafta logosunu görebilirsiniz.

Çalışma sırasında ayarlar penceresini (fotoğrafta sağ üstte) açık tutarak kadrajın tam ortasında olduğumu kolayca kontrol edebiliyorum, gerekirse tek bir tıklamayla düzeltebiliyorum. Otomatik odaklama (autofocus) özelliğinin her zaman kapalı olması çok önemli, çünkü ellerimiz vücudumuzun önünde hareket ettiği için kamera odağı sürekli değiştirmeye çalışıyor ve resim bulanık hale geliyor. Görüntü içine doğru alanı (aşağıda) oturtmak için zoom işlevini kullanabilir ve arkaplanın/ fon perdesinin katlanmış kısımlarını kadrajın dışında tutabilirsiniz. Bu sayede 2x 1.5 metre ölçülerinde bir perde kullanmak mümkün olabiliyor -ki bu genellikle küçük mekanlarda çalışırken kolayca katlayıp kaldırma imkanı sunduğu için rahatlık sağlıyor. Görüntü (Image) ayarı “Standard” olarak seçilmeli.

Genelde internetin kullanımı işaret dillerini etkiliyor; hareket alanı gittikçe yukarı doğru kaymakta. Görüntünüzü en doğru şekilde sığdırmak için şu formülü uygulayabilirsiniz: kullandığınız işaret dilindeki en yüksek ve en alçak işaretlerin çerçeve içinde kalmasını sağlayın. Yan fotoğraftaki gibi, Alman işaret dilinde en yüksek ve alçak işaretlerin olduğu “IN MÜNCHEN GEBOREN (T: Münih doğumlu)” anlatımını referans alabiliriz. Temel pozisyon: Hareketlerinizin doğru algılanabilmesi için vücudunuz doğrudan kameraya bakmamalıdır; ayaklarınız ve omuzlarınız kameraya yaklaşık 30 derecelik bir açıyla yan dursun. Belinizle dönmemeye dikkat edin. Böylece tercümeye başladığınızda başınızı boyundan çevirerek bakışınızı doğrudan kameraya yönelteceksiniz. Sessizlik durumunda (örn. konuşma henüz başlamamış, fakat sizin görüntünüz karşıya aktarılıyorken) bakışınızı doğal bir şekilde kameradan uzaklaştırın.

Güncelleme:

Nisan 21: Ayrıca bir dönüştürme işlemine gerek kalmadan, kamera yazılımıyla yayını sosyal platforma ya da istediğiniz bir online kanala doğrudan gönderebilmek harika olmaz mıydı? Yeni Logitech C922 Pro Steam tam da bunu yapıyor. Ne yazık ki görüntü kalitesi C930e modeline göre hayli kötü. Dolayısıyla geri göndermek zorunda kaldım. Solda görebileceğiniz gibi görüntü hem bulanık, hem de o kadar canlı değil. Kullanılan uygulama aynı fakat C930e modelinde gördüğümüz kalite ve keskinliğin yanına bile yaklaşamıyor.

Benzer blog kayitlari: Ev stüdyosunun kurulumu, Profesyonel arkaplan

26. 4. 21: Fortbildung „Grundlagen des Ferndolmetschens“ für GSD

Mein kurzes Seminar gehostet von der Beliner Initative richtet sich an praktizierende GebärdensprachdolmetscherInnen, die sich, im Zuge der Corona-Pandemie, darauf einrichten möchten, Dolmetschaufträge via Onlineplattformen durchzuführen. Vermittelt werden Grundlagen für technische Voraussetzungen, Ausstattung des Homestudios, spezielle Dolmetschtechniken, Zusammenarbeit mit KollegInnen, Auftragsannahme, Vorbereitung und Nachbereitung, Angebotsgestaltung und Rechnungstellung, Fitness und Self-Care. Plattform ist Zoom. Das Seminar ist in deutscher Lautsprache, nach Vereinbarung in DGS oder auch für Dolmetschvermittlungen (Anfragen bitte unten im Kommentarfeld). Der nächste Termin ist am 26. April 21, 18-20 Uhr. Teilnahmegebühr beträgt 30,00 €, Anmeldung hier

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Neu in Microsoft Teams – Dolmetscher:in pinnen

Mit der Dynamic View kann man nun personalisierte Ansichten in MS Teams generieren und die Dolmetscher:in pinnen. Die Anleitung auf Englisch findet ihr hier, aber auch wer Englisch nicht kann, sieht in der visuellen Anleitung. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, Untertitel durch automatische Spracherkennung einzufügen. Die deutschsprachige Anleitung dazu ist hier, im Abschnitt Namen, Übersetzung von Live-Untertiteln und Transkriptionen zu finden. Das klappt nur auf Englisch gut, aber da wir ja doch sehr viele englischsprachige Webkonferen haben, ist die Untetitelung sowohl für unsere Kund:innen, als auch für uns Dolmetscher:innen sehr hilfreich. Daher lohnt es sich, die Kund:innen auf diese hilfreichen technischen Neuerungen aufmerksam zu machen.

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