Conference reports/German/Guests

InDialog 2015 – Überblick

Vom 21. – 22. November 2015 fand in Berlin die 2. InDialog-Konferenz statt.

Nachdem es in der ersten Konferenz 2013 um den Status quo des Community Interpreting (Dialogdolmetschen) weltweit ging, lag der Fokus der zweiten Konferenz auf der Kombination von Community Interpreting und Technik. Die Konferenz hatte zum Ziel, den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, eigene Forschungsergebnisse, (gelungene) Beispiele aus der Praxis sowie Sichtweisen auf die Form des Community Interpretings mit anderen zu teilen*.

In einer Welt, in der Menschen und somit auch Sprachen in immer wieder neuen Situationen zusammenkommen, wird der Bedarf an neuen und nachhaltigen Maßnahmen und Lösungen für diese Herausforderungen deutlich.

Hier möchte die InDialog-Konferenz dazu beitragen, effektive Lösungen für das Dolmetschen herauszuarbeiten und weiter zu tragen. Da Technologie in diesem Zusammenhang eine immer größere Rolle spielt, war es Ziel der Konferenz, sich mit dem Einfluss, den Möglichkeiten und Grenzen von Technik in den Bereichen Forschung, Ausbildung und Praxis auseinander zu setzen*.

Dies geschah einerseits in der Form von Foren, Präsentationen von Forschungsergebnissen/-vorhaben, Poster-Präsentationen ebenso wie im direkten Austausch der Teilnehmer untereinander. Ergebnisse und Präsentationen erstreckten sich unter anderem auf folgende Themenbereiche:

  • Ausbildung (Training)
    • Art der Ausbildung (z.B. Kurzzeit-Programme, Vollzeitausbildungen an Hochschulen + deren Akkreditierung)
    • Praxisnähe der Ausbildung („bringing ‚real‘ situation in the classroom“)
    • Rolle und Einfluss der Ausbilder/Trainer
    • Ausbildung + Technologie
  • Art des Forschens im Bereich des Community Interpretings
  • Sensible Einsatzbereiche
    • Medizinisches Setting (z.B. Dolmetschen im Therapieverfahren, Einsatz von Dolmetschern durch Klinikpersonal)
    • Asylverfahren
    • Gericht

Am zweiten Konferenztag wurde der Bedeutung von Technologie im Bereich des Community Interpretings nicht mehr der Raum eingeräumt, wie es in der Ankündigung versprochen war. Dennoch gab es andere wertvolle Informationen:

  • Interessante Neuigkeiten aus dem Bereich der eigenen Profession (Sprachmittlung)
  • (konkrete) Handlungstipps für die Praxis
  • Vorstellung von (neuen) Modellen und Strategien (zur weiteren Vertiefung)
  • Interessante Impulse

All dies konnte man erfahren, kennen lernen und mitnehmen. Und das sowohl im Bereich der Lautsprachen, als auch im Zusammenhang mit Gebärdensprachen!

Ein lohnenswerter Besuch also! 🙂

 

Juliane Bier, Gebärdensprachdolmetscherin aus Berlin.

juliane.bier@gmx.de

 

*Vgl.: http://www.indialog-conference.com/press/pm_in_dialog15_01_en.pdf; 2015-12-07

 

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